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Finanztipp: 50.000 Euro von der Oma, was damit tun?

Finanzberatung oder Verkauf? Neulich in der Bank ging es um die Kapitalanlage. Ein Stammkunde des Geldhauses wendet sich an seinen Berater. Der Kunde hat nämlich ein Problem: Seine Oma will dem jungen Mann 50.000 Euro schenken: „Lieber mit warmen Händen geben“, sagt sie immer. Also zu Lebzeiten verschenken, dann weiß die alte Dame auch, dass ihr Geld sinnvoll angelegt ist. Was tun mit 50.000 Euro? Fonds kaufen? Welche? Und: Kommt vor der Kapitalanlage nicht noch etwas viel Wichtigeres? Die Antworten:

Hätte der Enkel eine Ahnung, was er mit 50.000 Euro machen soll, er wäre nicht zur Bank marschiert. Der junge Mann, auch schon Ende 20, will demnächst vielleicht heiraten, eilig hat er es damit nicht. Das eigene Häuschen ist geistig noch in weiter Ferne für ihn. Nun sitzt der Mann bei der Bank. Der Banker, sein angestammter Berater, empfiehlt seinem Kunden, der bald 50.000 Euro von der Oma bekommt, einen Fonds. „Was halbwegs sicheres“, sagt der Banker. Für das Kundengeld soll das bedeuten, eine Hälfte Aktien, eine Hälfte Anleihen (gute, sichere Staatsschulden): Also 50.000 Euro rein, 2.500 Euro raus.

Kosten, Kosten, Kosten

Moment! Wofür 2.500 Euro raus? Das sind die Gebühren, die der Kauf des Fonds den Anleger kostet; der Ausgabeaufschlag, hier 5%. Dann kommen ja auch noch die laufenden Kosten des Fonds dazu: 1,4% sind typisch bei Fonds, die von den Banken vermittelt werden. Macht nochmal 700 Euro jährliche Kosten, die von den 50.000 Euro Einlage abgezogen werden. Damit der Fonds die Kosten wieder einspielt, müsste er im ersten Jahr also 3.200 Euro „aufholen“ und entsprechend um knapp 6,9% zulegen, oder zwei Jahre lang um etwa 4,2% wachsen. Dann hätte der junge Mann mit seinen 50.000 Euro Anlage, Omas Geschenk, wenigstens eine „schwarze Null“ bei der Rendite erreicht.

Geht’s auch billiger? Ja, mit ETFs (Exchange Traded Funds), die stur einen Aktienindex abbilden und mit der Masse des Marktes steigen oder fallen. Der Vorteil dieser Indexfonds ist, sie kosten wenig Gebühr, oft weniger als 0,5% pro Jahr, kein Ausgabeaufschlag. Die Alternative für vorausschauende Anleger sind Dimensional Fonds, bei denen – ebenfalls wie bei ETFs – die Wertpapiere seltener „gedreht“, also nicht ständig und hin und her gehandelt werden.

Erst denken, dann anlegen

Gehen wir zurück in die Bank. Da sitzt immer noch der junge Mann. Und er überlegt, was er mit den 50.000 Euro von der Oma tun soll. Wir von CAPRI empfehlen vor der Geldanlage zunächst einen Blick auf die Gesamtsituation des Menschen. Was der Banker im Gespräch mit seinem Kunden nicht prüft, sind eventuell vorhandene Schulden, überzogene Konten (etwa bei anderenBanken) und das größte Risiko junger Arbeitnehmer: Berufsunfähigkeit (BU).

Wer heute im Monat 2.000 Euro netto verdient, der kann, falls bei ihm eine Krankheit kommt und BLEIBT, von der gesetzlichen Rentenversicherung nur mit wenig Geld rechnen. Rund 600 Euro beträgt in diesem Beispiel die so genannte Rente wegen Erwerbsminderung. Deswegen sollte der Banker, wie jeder andere Finanzberater auch, seinen Kunden nach diesem Risiko fragen, rechnen und ihm einen BU-Schutz anbieten. Je nach Beruf und Versicherer lassen sich 1.500 Euro BU-Rente für rund 80 Euro und Monat versichern. Sollte unser junger Mann knapp bei Kasse sein, dann könnte er nun etwa 2.000 Euro von seinen 50.000 Euro abknapsen und für die kommenden beiden Jahren seine BU-Police finanzieren. Dann wäre er safe! Und die Oma findet das bestimmt gut.

Wir bei CAPRI klären mit unseren Kunden, mit Ihnen, die gesamte Lebens- und Finanzsituation.

Ihr Fabian Schuster

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